Ich bin nie zufrieden – und warum das gut ist

Ich bin nie zufrieden.
Nicht wirklich.
Nicht dauerhaft.

Und das ist kein Makel.
Es ist mein Motor.

Viele Menschen suchen Zufriedenheit wie einen Zielpunkt.
Ankommen. Durchatmen. Bleiben.
Ich nicht.

Ich sehe Zufriedenheit eher wie eine Raststätte.
Kurz anhalten.
Einen Kaffee trinken.
Weiterfahren.

Stillstand fühlt sich lauter an als Stress

Als Mehrfach-Unternehmer habe ich gelernt, dass Stillstand nicht leise ist.
Er schreit.
Er flüstert Zweifel.
Er macht bequem.

Wenn alles läuft, wenn Zahlen stimmen, wenn Prozesse greifen –
dann werde ich unruhig.

Nicht, weil es schlecht läuft.
Sondern weil es zu ruhig wird.

Ich frage mich dann:
Was übersehen wir gerade?
Was kommt als Nächstes?
Welche Entwicklung rollt auf uns zu, während wir uns selbst feiern?

Der Status quo ist kein Freund

Der Status quo ist trügerisch.
Er gibt Sicherheit.
Und nimmt Wachsamkeit.

Ich habe Unternehmen gesehen, die daran zerbrochen sind.
Nicht an Krisen.
Nicht an Konkurrenz.
Sondern an Zufriedenheit.

„Es läuft doch gut.“
„Warum etwas ändern?“
„Das haben wir immer so gemacht.“

Das sind keine Sätze.
Das sind Stoppschilder.

Unzufriedenheit als kreativer Zustand

Meine Unzufriedenheit ist nicht destruktiv.
Sie ist neugierig.
Sie stellt Fragen.

Was wäre, wenn wir das einfacher machen?
Was wäre, wenn wir es komplett anders denken?
Was wäre, wenn wir uns selbst angreifen, bevor es andere tun?

Unzufriedenheit schafft Reibung.
Und Reibung erzeugt Energie.

In dieser Energie entstehen Ideen.
Neue Produkte.
Neue Geschäftsmodelle.
Neue Wege.

Ich suche nicht Probleme. Ich suche Möglichkeiten.

Viele verwechseln das.
Sie glauben, ich sei nie glücklich.
Nie angekommen.
Nie dankbar.

Das Gegenteil ist der Fall.

Ich bin dankbar und hungrig.
Zufrieden und fordernd.
Stolz und kritisch.

Ich sehe Chancen dort, wo andere Grenzen akzeptieren.
Ich sehe Lücken, wo andere Mauern sehen.

Nicht aus Unruhe.
Sondern aus Gestaltungslust.

Wachstum beginnt im Kopf

Unternehmerisches Wachstum beginnt nicht mit Kapital.
Es beginnt mit einer inneren Haltung.

Mit der Bereitschaft, sich selbst infrage zu stellen.
Erfolge zu zerlegen.
Und Gewissheiten loszulassen.

Ich frage mich regelmäßig:
Wenn wir heute bei null starten würden –
würden wir es wieder genauso machen?

Wenn die Antwort „ja“ ist, prüfe ich sie doppelt.

Zufriedenheit ist kein Endzustand

Ich glaube nicht an das große Ankommen.
Ich glaube an Bewegung.

An Phasen.
An Zyklen.
An ständiges Lernen.

Zufriedenheit darf sein.
Aber sie darf nicht bleiben.

Sie ist ein Moment.
Kein Zustand.

Warum das gut ist

Weil Unternehmen lebendig bleiben.
Weil Teams wachsen.
Weil Kunden echten Mehrwert spüren.

Und weil ich jeden Morgen aufwache mit dem Gefühl:
Da geht noch mehr.

Nicht aus Gier.
Sondern aus Verantwortung.

Für das, was wir aufbauen.
Für die Menschen, die mitgehen.
Für die Möglichkeiten, die noch niemand sieht.

Ich bin nie zufrieden.
Und genau deshalb mache ich weiter.

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